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Übersetzungen aus den Tagesberichten der TIHV
Woche 05/2003
 
TIHV vom 29.01.2003
Folterer vor Gericht
Am 23. Januar begann ein Verfahren gegen 6 Angehörige der Gendarmerie (Ali Özsevim, Hasan Çoban, Sinasi Bilici, Kenan Gayaker, Oguzhan Türkoglu und Hüseyin Selçuk), die für die Folter an Selahattin Öge, Fesih Ata, Fuat Ata, Mehmet Özen, Mustafa Boylu und Remzi Gerçi im Kreis Karliova (Bingöl) im Februar 2001 verantwortlich gemacht werden. Das Verfahren wurde auf den 13. März vertagt.
 
TIHV vom 29.01.2003
Folterer vor Gericht
Am 21. Januar führte das 1. Strafgericht von Bakirköy das Verfahren gegen die Polizeibeamten Nevzat Ayar und Feridun Koc fort. Sie werden der Folter an Kenan Ak und Serkan Aksoy beschuldigt, die am 5. Juni 2000 unter dem Verdacht des Diebstahls festgenommen wurden. Das Gericht folgte dem Antrag der Nebenklage und sandte die Akte an die Gerichtsmedizin, um festzustellen, ob die Verletzungen auf dem Rücken der Geschädigten von Folter herrühren können.
 
Özgür Gündem vom 29.01.2003
Journalist verurteilt
Am 28. Januar verurteilte das SSG Istanbul Kemal Aydeniz, Chefredakteur der Zeitschrift ?Odak? zu 45 Monaten Haft. Grundlage waren zwei Artikel, von denen sich einer mit der Situation in den Gefängnissen vom Typ F befasste. Der Zeitschrift wurde das Erscheinen für eine Woche untersagt.
 
Radikal vom 30.01.2003
Anklage wegen Prügel an Studenten
Die Staatsanwaltschaft in Ankara hat Anklage gegen die Polizisten Sefa Sevim und Ergün Ates erhoben. Sie sollen nach § 245 TSG wegen Misshandlung an den Studenten Veli Kaya angeklagt werden. Er war bei einer Demonstration gegen den Hochschulrat YÖK am 6. November 2002 auf Anordnung des st. Polizeidrietkros von Ankara, Zekai Baloglu, in einen Keller gezerrt und brutal verprügelt worden. Die Anwältin von Veli Kaya monierte, dass der Polizeidirketor und 2 weitere an dem Vorfall beteiligte Beamte nicht angeklagt wurden und kündigte Widerspruch an.
 
Evrensel vom 30.01.2003
Kranker Gefangener wird nicht entlassen
Der Gefangene Sevket Levent Çöplü wird trotz einer schizophrenen Erkrankung nicht aus dem F-Typ Gefängnis in Sincan entlassen. Er wurde im Jahre 2000 wegen Mitgliedschaft in der Kommunistischen Arbeiterpartei der Türkei (TKIP) verurteilt und soll laut medizinischen Gutachten schon zur Tatzeit zwischen 1994 und 2000 nicht strafmündig gewesen sein. Ausserdem wurde ihm bestätigt, dass seine Krankheit nicht unter Haftbedingungen zu behandeln ist.
 
Özgür Gündem vom 30.01.2003
Journalisten festgenommen
Am 29. Januar führte die Polizei in Elazig eine Razzia auf das Büro der Zeitung ?Özgür Gündem? durch und nahm dabei die Mitarbeiter Cuma Karatas, Kasim Tasdogan, Sibel Günes, Serkan Yatçi und Birol Duru fest.
 
Özgür Gündem vom 30.01.2003
KADEK übt Rache
Die Nachfolgeorganisation der PKK, KADEK hat die Verantwortung für den Überfall auf die Heime der Polizisten und die Garnison der 2. Infanterie in Idil (Sirnak) am 27. Januar als Racheakt für die Tötung von 12 Militanten im Kreis Lice (Diyarbakir) zwischen dem 14. und 17. Januar deklariert. In Licve kam es unterdessen zu einer grossen Anzahl von Festnahmen. Der Bürgermeister der Stadt Sitköy, Sahin Akman, soll wieder freigelassen worden sein.
 
Evrensel vom 31.01.2003
Folter in Idil
Eine Delegation mit Mitglieder des IHD und anderer Organisationen, die die Vorfälle in Idil (Sirnak), die sich nach dem Überfall vom 27. Januar abgespielt haben, untersuchte, sprach von Folter an jenen, die danach festgenommen wurden. Es seien 33 Personen festgenommen, die bei der Polizei und der Gendarmerie festgehalten würden. Bei der Gendarmerie habe die Delegation mit einigen der Gefangenen sprechen können und sie hätten berichtet, dass mit verbundenen Augen in der Kälte warten mussten und sie nichts zu essen erhielten.

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